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Die Volkswagen Belegschaftsstiftung setzt sich für marktbenachteiligte Jugendliche ein


Bekanntgabe der Förderung in Zwickau. Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Belegschaftsstiftung Gunnar Kilian und Vorstandsmitglied Jens Rothe waren dabei.

Zwickau, 17. Oktober. Die Volkswagen Belegschaftsstiftung, der Verein „Gemeinsam Ziele Erreichen“ und neun Unternehmen aus Sachsen setzen sich künftig gemeinsam dafür ein, marktbenachteiligten Jugendlichen den Start ins Berufsleben mit einer fundierten Ausbildung zu ermöglichen. 20 junge Menschen werden im Rahmen des Projektes in den Bereichen Logistik oder als Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet. Die Volkswagen Belegschaftsstiftung fördert das Projekt mit rund 2,4 Millionen Euro. Folgende Unternehmen beteiligen sich: Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, GKN Driveline Deutschland GmbH, Johnson Controls GmbH & Co. KG Sachsen-Batterien, Johnson Controls GmbH & Co. KG Automotive Experience, Male Behr GmbH Kirchberg, Mahle Behr GmbH Reichenbach, Starkstrom-Gerätebau GmbH Neumark, Emons Spedition GmbH Glauchau, Autohaus Lueg GmbH Zwickau.

Gunnar Kilian, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Belegschaftsstiftung, sagte zum Auftakt des Projektes: „Die Volkswagen Belegschaftsstiftung hat den Schwerpunkt, jungen Menschen, die es aufgrund unterschiedlicher Faktoren schwer haben ins Berufsleben zu finden, eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen. Wir finden, dass man junge Menschen mit ihren Problemen nicht allein lassen darf. Und deshalb sind wir dankbar, dass unser Kollege Jens Rothe als Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Volkswagen Sachsen das Projekt hier in Sachsen nicht nur vorgeschlagen, sondern auch aktiv mit erarbeitet hat.“

Jens Rothe, zugleich Mitglied des Kuratoriums der Volkswagen Belegschaftsstiftung, betonte: "Sowohl die Zahl der Ausbildungsbetriebe, als auch die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Bei dem aktuellen Fachkräftemangel eigentlich nicht nachzuvollziehen. Das Problem ist, dass für die Jugendlichen ohne qualifizierenden Berufsabschluss die Gefahr besteht, dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden. Unser Projekt dient dazu, genau diese Ausgrenzung zu vermeiden. Es ist schön zu sehen, dass wir die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre mit dem Verein „Gemeinsam Ziele erreichen e.V.“ bei diesem wichtigen Zukunftsprojekt fortsetzen können. Mit der intensiven sozialpädagogischen Betreuung leistet der Verein einen existentiellen Beitrag dazu, dass die Auszubildenden ihre Berufsausbildung später erfolgreich abschließen. Besonderen Dank möchte ich auch den Firmen aussprechen, bei denen die Idee die Zukunft von sozial benachteiligten jungen Menschen zu sichern, auf offene Ohren gestoßen ist.

Ohne sie wäre es nicht möglich, die bewährte duale Ausbildung durchzuführen.

 Dieses Projekt setzt ein positives Zeichen. Es ist ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt in der Region Zwickau und zeigt, dass wir niemanden auf der Strecke lassen wollen, auch nicht diejenigen, die einen höheren Bedarf an individuellen Maßnahmen haben. "

Jens Juraschka, Geschäftsführer des Vereins „Gemeinsam Ziele Erreichen“, stellte das Projekt konkret vor. „Aufgrund unserer Vorerfahrungen auf dem Gebiet der Freiwilligendienste im sozialen Bereich stellen wir bei betreuungsintensiveren Jugendlichen immer wieder einen großen Bedarf an Unterstützung fest. Die jungen Leute signalisieren uns, dass sie sich auch nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr bei den Herausforderungen der beruflichen Entwicklung und des bevorstehenden Arbeitslebens  und Arbeitsalltags weitergehende Unterstützung von uns wünschen würden. Dies entspricht aber leider nicht den Förderkriterien der Freiwilligendienste. Durch das Engagement der Volkswagen Belegschaftsstiftung und von in Zwickau ansässigen Unternehmen können wir diesen Teufelskreis jetzt erstmals durchbrechen und die jungen Menschen in das Berufsleben hinein begleiten.“

„Dieses Projekt zeigt das Engagement der VW-Mitarbeiter für benachteiligte Jugendliche in unserer Region. Bildung und Ausbildung gibt Zukunft . Dies nicht nur zu wissen, sondern auch umzusetzen, ist hoch anzuerkennen!“ so Dr. Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises Zwickau.

Elke Merkel, Betriebsratsvorsitzende der Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, erklärte:Das Projekt bietet den jungen Menschen einerseits eine gute Zukunftsperspektive, es ist andererseits aber auch eine Herausforderung für unser Unternehmen. Dieser Herausforderung haben wir uns gerne gestellt und wollen es auch weiterhin tun. Unser erklärtes Ziel ist es, unseren "Schützlingen" die Ausbildung bei der Schnellecke Logitics Sachsen GmbH Glauchau sowie einen erfolgreichen Berufsabschluss zu ermöglichen.“

Bevor die Jugendlichen in die eigentliche Berufsausbildung gehen, ist unter dem Motto „Perspektivwechsel“ ein Motivationsjahr vorgeschaltet. Es wird dazu genutzt, den 20 Teilnehmern im Alter von 16 bis 27 Jahren eine praxisnahe technische Berufsorientierung zu geben. Darüber hinaus soll es zur Vermittlung von sozialen und beruflichen Qualifikationen, zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und zur gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Integration dienen. Eine Schlüsselposition haben dabei die jeweiligen Praxisbetriebe, die vor Ort mit den Teilnehmern eng und vertrauensvoll zusammen arbeiten.

An das Motivationsjahr schließt sich direkt die zweijährige Ausbildung im Bereich Logistik oder als Maschinen- und Anlagenführer an. Dabei handelt es sich um ein duales Ausbildungsmodell, also eine Ausbildung, die aus schulischer Theorie und Praxis im Betrieb besteht. „Jeder der Teilnehmer hat im Projekt bei guter Leistung die Chance, einen Abschluss zum nächsthöheren Ausbildungsberuf zu absolvieren, der dann eine etwa einjährige Verlängerung bedeutet“, erklärt Juraschka.

Die Ausbildungen, die im Programm erworben werden, sind von der IHK anerkannte Berufsabschlüsse.

Während des gesamten Projektzeitraums werden die Jugendlichen von Sozialpädagoginnen des Vereins „Gemeinsam Ziele Erreichen“ begleitet.

Fakten zur Volkswagen Belegschaftsstiftung:

Die Volkswagen Belegschaftsstiftung wurde 2011 als gemeinnützige Stiftung durch den Stifter, die Volkswagen AG, ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Umfeld der weltweiten Standorte des Volkswagen Konzerns. Ihre Lebensbedingungen sollen durch nachhaltige Hilfsprojekte verbessert werden - und ihnen damit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben geben.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Aus-, Fort- und Berufsbildung, Erziehung und Jugendhilfe, insbesondere durch Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft, Abstammung und Glauben. Zur Umsetzung der Projekte hat die Belegschaftsstiftung eine Kooperation mit terre des hommes geschlossen. Das Kinderhilfswerk betreut insbesondere im Ausland die Hilfsprojekte der Stiftung, z.B. in Argentinien, Brasilien, Deutschland und Indien, arbeitet dort mit lokalen Kooperationspartnern zusammen und überwacht die Fortschritte der Projekte - inhaltlich und auch finanziell.